Wir stellen vor: GRENKE – „Digital liegt uns in den Genen“ – 3 Fragen an Antje Leminsky

Frau Leminsky, CEO und digital, passt das zusammen?

Das passt nicht nur zusammen, es ist sogar essentiell. Jedes Management Team, egal welcher Branche, braucht heutzutage Digitalkompetenz. Am besten ist dieses Ressort beim CEO aufgehoben. Denn es gibt heute kaum ein Geschäftsmodell, das an digitaler Entwicklung vorbeikommt: allen voran vollständig digitale Geschäftsmodelle wie das von GRENKE.

Wenn man dann so wie ich seit mehr als zwei Jahrzehnten digital praktiziert, erfolgreich war und auch mal gescheitert ist, dann sind das beste Voraussetzungen für den CEO-Job.

Was unterscheidet GRENKE von anderen Finanzdienstleistern?

Wir finanzieren kleine und mittelständische Unternehmer. Anders als viele Banken sind wir einfach und schnell in der Abwicklung, dabei sehr digital, aber gerne auch persönlich. Finanzierung muss nicht kompliziert sein, mit GRENKE geht das mit wenigen Klicks und ab wenigen hundert Euro. Ob Notebook, 3-D-Drucker oder eBike, man kann als Unternehmer zum Beispiel durch Leasingfinanzierung Liquidität schonen und hat dadurch den Kopf frei für sein Geschäft. Das bieten wir inzwischen seit 40 Jahren und in 32 Ländern sehr erfolgreich an. Unser Gründer Wolfgang Grenke sagt immer: „Wir sind so digital, wir waren wahrscheinlich das erste deutsche FinTech.“

Wie steht es denn aus Ihrer Sicht um die Digitalisierung in Deutschland?

Es könnte besser sein. Deutschland war immer Technologiestandort; leider haben wir es nicht geschafft, daraus einen digitalen Vorsprung zu machen. Das ärgert mich kolossal. Denn: Wir haben die schlauen Köpfe, Top-Universitäten und auch das nötige Kapital.

Aber es fängt schon an mit der Digitalisierung unserer Schulen. Schulen brauchen moderne Ausstattung. Lehrer brauchen aktuelles Wissen, damit unsere Kinder mehr können, als Smartphones bedienen, sondern früh fit werden für die Digitalisierung.

Und wir müssen Unternehmertum noch stärker fördern. Wir sind zu viel Theoretiker und zu wenig Praktiker. Schauen Sie sich die Unicorns an: Die USA und China stellen die Top 10. Erst auf Platz 54 findet sich ein deutsches Unternehmen, die Auto1 Group.

Ich bin der Auffassung, nicht der Staat muss alles richten. Gerade Unternehmen könnten stärker zupacken, um das staatliche Engagement zu unterstützen. Wir bei GRENKE machen zum Beispiel mit beim IHK-Programm ‚Wirtschaft macht Schule‘ und erklären Schülern wirtschaftliche Zusammenhänge. Wir unterstützen Schulen mit PCs. Wir fördern einen Lehrstuhl für Entrepreneurship im Gründerhotspot Berlin. Ich selbst engagiere mich ehrenamtlich als Vorstand im Cyberforum Karlsruhe. Wenn man Initiative zeigt, tut sich auch was.

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